Vorsorge

Einkauf in die Pensionskasse – So sparen Sie Steuern

Der stärkste Steuersparhebel in der Schweiz – Voraussetzungen, Berechnung und optimales Timing

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Kurzantwort

Ein Einkauf in die Pensionskasse reduziert das steuerbare Einkommen 1:1 und ist einer der wirksamsten Steuersparhebel in der Schweiz. Besonders bei hohen Einkommen lohnt sich die Strategie – mit der richtigen Planung.

Was ist ein Einkauf in die Pensionskasse?

Ein freiwilliger Einkauf in die Pensionskasse (BVG) ist eine Einzahlung, mit der Sie Beitragslücken in Ihrer 2. Säule schliessen. Solche Lücken entstehen durch Lohnerhöhungen, Stellenwechsel, Teilzeitarbeit, Scheidung oder späten Berufseinstieg. Das Besondere: Einkäufe sind vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar – ohne Obergrenze (ausser dem individuellen Einkaufspotenzial). Bei einem Einkauf von CHF 50'000 und einem Grenzsteuersatz von 35% sparen Sie CHF 17'500 an Steuern.

Voraussetzungen und Einkaufspotenzial

Um einen Einkauf tätigen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es besteht eine Einkaufslücke gemäss Vorsorgeausweis (erkennbar unter «Möglicher Einkauf»)
  • Sie sind einer Schweizer Pensionskasse angeschlossen
  • Seit dem letzten WEF-Vorbezug müssen 3 Jahre vergangen sein
  • Einkäufe aus 3a-Guthaben sind steuerlich nicht abzugsfähig
  • Innerhalb von 3 Jahren nach dem Einkauf darf kein Kapitalbezug erfolgen (Sperrfrist)

PVVS Expertentipp

Prüfen Sie Ihren aktuellen Vorsorgeausweis: Unter «Möglicher Einkauf» sehen Sie Ihr Einkaufspotenzial. Dieses berechnet sich aus dem maximal versicherten Guthaben minus Ihrem aktuellen Guthaben minus bereits bezogener Freizügigkeitsleistungen.

Optimales Timing – Einkäufe staffeln

Die grösste Steuerersparnis erzielen Sie, wenn Sie Einkäufe über mehrere Jahre verteilen. Der Grund: die Steuerprogression. Ein Einkauf von CHF 100'000 auf einmal erzielt eine geringere marginale Steuerersparnis als vier Einkäufe à CHF 25'000 über vier Jahre, weil jeder Einkauf die oberen Steuerprogessionsstufen «abschneidet».

Beispiel: Bei einem steuerbaren Einkommen von CHF 200'000 in Zürich spart ein Einkauf von CHF 50'000 rund CHF 17'500 an Steuern. Zwei Einkäufe à CHF 25'000 in aufeinanderfolgenden Jahren sparen insgesamt ca. CHF 16'000 – knapp weniger, aber mit geringerem Liquiditätsbedarf.

  • Einkäufe idealerweise 5–10 Jahre vor der Pensionierung planen
  • Über mehrere Steuerjahre verteilen für maximalen Progressionseffekt
  • Die 3-Jahres-Sperrfrist für Kapitalbezug beachten
  • Einkauf mit Säule 3a und Hypothekenstrategie koordinieren

Risiken und häufige Fehler

Ein PK-Einkauf ist nicht für jeden sinnvoll. Folgende Punkte sollten Sie beachten:

  • Sperrfrist: Innerhalb von 3 Jahren nach Einkauf kein Kapitalbezug möglich – auch nicht für Wohneigentum
  • Pensionskassen-Risiko: Ihr Geld ist an die Finanzlage der PK gebunden (Deckungsgrad prüfen!)
  • Umwandlungssatz: Ein tiefer Umwandlungssatz reduziert die Rentenwirkung des Einkaufs
  • Keine Rückzahlung: Einmal eingezahltes Geld kann nicht zurückgeholt werden (ausser bei Austritt)

PVVS Expertentipp

Prüfen Sie vor einem Einkauf den Deckungsgrad Ihrer Pensionskasse. Liegt er unter 100%, ist Ihr Einkauf de facto eine Sanierungsmassnahme. Eine gut geführte Kasse mit über 110% Deckungsgrad ist ideal.

Beratung in Zürich & Region

Im Kanton Zürich liegt der Grenzsteuersatz für Einkommen ab CHF 150'000 bei rund 35–40%. Das macht PK-Einkäufe besonders effektiv. Unsere Berater in Zürich-Oerlikon berechnen die optimale Einkaufsstrategie für Ihre Steuer- und Vorsorgekonstellation – inklusive Koordination mit Säule 3a und Hypothek.

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