Vorsorge

Vorsorgelücke berechnen – Reicht mein Geld im Alter?

Schritt für Schritt die eigene Vorsorgelücke ermitteln – und rechtzeitig die richtigen Massnahmen treffen

FINMA-zertifiziert 40+ Bewertungen (5★) FIDLEG-zertifiziert

Kurzantwort

Die Vorsorgelücke ist die Differenz zwischen Ihrem Einkommensbedarf im Ruhestand und den erwarteten Leistungen aus AHV, PK und 3a. Eine professionelle Berechnung zeigt, ob und wie Sie die Lücke schliessen müssen.

Was ist eine Vorsorgelücke?

Die Vorsorgelücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand benötigen, und dem Einkommen, das AHV, Pensionskasse und Säule 3a zusammen liefern. Als Faustregel gilt: Im Ruhestand benötigen Sie 60–80% des letzten Bruttoeinkommens, um Ihren Lebensstandard zu halten. AHV und Pensionskasse decken gemeinsam oft nur 50–60% ab. Die Differenz ist Ihre Vorsorgelücke.

So berechnen Sie Ihre Vorsorgelücke

Die Berechnung erfolgt in vier Schritten:

  • Schritt 1: Bedarf ermitteln – Wie hoch sind Ihre erwarteten Ausgaben im Ruhestand? (Miete/Hypothek, Krankenkasse, Lebenshaltung, Reisen)
  • Schritt 2: AHV-Rente schätzen – Maximale AHV-Rente: CHF 2'535/Monat (Einzelperson) bzw. CHF 3'803/Monat (Ehepaar)
  • Schritt 3: PK-Rente ablesen – Auf dem Vorsorgeausweis unter «voraussichtliche Rente bei 65»
  • Schritt 4: Lücke berechnen – Bedarf minus AHV minus PK minus 3a-Entnahme = Vorsorgelücke

PVVS Expertentipp

Rechenbeispiel: Letztes Bruttoeinkommen CHF 120'000 → Bedarf im Ruhestand ca. CHF 84'000/Jahr (70%) AHV: CHF 29'400/Jahr PK-Rente: CHF 32'000/Jahr Summe: CHF 61'400 → Lücke: CHF 22'600/Jahr Über 20 Rentenjahre sind das CHF 452'000, die aus eigenem Vermögen oder Säule 3a gedeckt werden müssen.

Typische Ursachen für Vorsorgelücken

Vorsorgelücken entstehen oft schleichend und werden erst kurz vor der Pensionierung erkannt:

  • Teilzeitarbeit: Geringerer Lohn führt zu tieferen PK- und AHV-Beiträgen
  • Stellenwechsel: Beim Jobwechsel gehen PK-Beitragsjahre «verloren» (tieferes Altersguthaben)
  • Später Berufseinstieg: Studium oder Aufenthalt im Ausland reduzieren Beitragsjahre
  • Scheidung: Aufteilung des PK-Guthabens kann die Rente halbieren
  • Selbstständigkeit: Keine obligatorische PK, oft unzureichende 3a-Einzahlungen
  • Lohnerhöhungen: Der Koordinationsabzug bleibt gleich, der versicherte Lohn steigt nicht proportional

Massnahmen gegen die Vorsorgelücke

Je früher Sie handeln, desto einfacher lässt sich die Lücke schliessen:

  • Säule 3a maximal ausschöpfen (CHF 7'258/Jahr für 2026)
  • Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse prüfen
  • Zusätzlich privat sparen und anlegen (Säule 3b)
  • Frühpensionierung nur mit ausreichend Kapital in Betracht ziehen
  • Hypothek vor der Pensionierung reduzieren (senkt laufende Kosten)
  • Lebenshaltungskosten im Ruhestand realistisch planen

PVVS Expertentipp

Wer mit 30 beginnt, muss monatlich ca. CHF 500 sparen, um eine Lücke von CHF 200'000 zu schliessen. Wer erst mit 50 beginnt, braucht bereits CHF 1'100 pro Monat. Früh anfangen lohnt sich dank Zinseszinseffekt enorm.

Beratung in Zürich & Region

In Zürich liegen die Lebenshaltungskosten über dem Schweizer Durchschnitt – besonders Mieten und Krankenkassenprämien. Das vergrössert die typische Vorsorgelücke. Unsere Berater in Zürich-Oerlikon erstellen für Sie eine detaillierte Vorsorgeanalyse, die alle Zürich-spezifischen Kosten berücksichtigt.

Verwandte Fragen

Verwandte Dienstleistungen

Weitere FAQ-Artikel

Vorsorgelücke professionell berechnen

Wissen Sie, ob Ihr Geld im Alter reicht? Wir berechnen Ihre individuelle Vorsorgelücke und zeigen konkrete Massnahmen – im unverbindlichen Erstgespräch.

FINMA-zertifiziert Unabhängig Erstgespräch unverbindlich